Bestand - 18.11.2004
Jehli, Marco, Celerina
Der Nachlass von Marco Jehli, Celerina, überbracht 2026 von seiner Tochter Sidonja Jehli, wurde mit den unten angeführten Archivalieneinträgen vollständig erschlossen. Er enthält historisch bedeutende Dokumente, darunter eine Predigt von 1790 des Pietisten Gian Battista Frizzoni, das Protokollbuch des 1872 gegründeten Vereins zur Hebung des Fremdenverkehrs im Oberengadin, erste architektonische Entwürfe für das Hotel Cresta Palace Celerina oder Briefe und Postkarten an das Leiterpaar des Jüdischen Kinderheims in Celerina.
Marco Jehli, geboren 1934, wuchs in St. Moritz auf, und starb 2024 in Flin im Bergell. Nach Abschluss der Handelsschule arbeitete Marco Jehli einige Jahre bei der Post in St. Moritz, Chur und Zürich und wirkte nach seiner Rückkehr ins Engadin als Treuhänder, zuletzt selbstständig von Celerina aus. Er gründete u. a. den Verein «Vogelfreunde Celerina» und begann sich früh, womöglich angeregt durch seine Mutter Corina Alicia Meng, für die Regionalgeschichte, besonders jene Celerinas, zu begeistern. Sein Grossvater Enrico Meng gehörte zu den Begründern des 1906 eröffneten Cresta Palace Hotels in Celerina. Dank seiner Leidenschaft für die Regionalgeschichte wie auch seines antiquarischen Sammeltriebs erwarb Marco Jehli zahlreiche historische Dokumente. Ausgehend von seinen Privatsammlungen und weiterführenden Untersuchungen publizierte er drei Bücher: Simon Tanner: Erste Ansichtskarten aus Graubünden, 1890-1902 (2009); Bahnvisionen im Engadin – Utopien und Realitäten, 1838–1938 (2011); Celerina/Schlarigna: Bilder von gestern und heute (2015).
| Archiv: |
Oberengadin |
| Signatur: |
18.11.2004 |
| ID Nummer: |
ID-200142 |
| Eingangsdatum: |
18. November 2004 |
| Besitzverhältnis: |
Nachlass |
| Standort: |
EG, I1; OG1, A2; OG3, PS_B11; OG3, PS_D4
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