Handschriftliches Korrespondenzbuch des 18. Jahrhunderts (1747–1770)

Das Korrespondenzbuch, mit Einband aus Pergament, hat einen Umfang von 88 Seiten und enthält 46 auf Rätoromanisch verfasste Schrifteinheiten (meistens Briefe) sowie deren Übersetzungen auf Deutsch. Auf der letzten Buchseite wird ein gewisser Jan Stupan erwähnt, die Briefe sind aber mit N. N. unterzeichnet, der Schreiber und seine Adressaten bleiben unbekannt. Neben testamentarischen Skizzen (etwa für die Ehefrau aus Bondo) oder einem Versicherungs- und Hypothekenbrief auf Häuser in Zuoz behandelt die Korrespondenz, zwischen Neffe und Onkel, Sohn und Vater oder Bruder und Bruder, unterschiedliche Themen, u. a. die Klage des Vaters über ein schlechtes Heujahr und den schlechten Zustand der Ochsen und des Viehs, oder die Fussreise eines Zuozers nach Augsburg, der dort und dann später in Lindau als Geschäftsmann tätig gewesen zu sein scheint. Er handelte wohl mit unterschiedlichen Gütern, darunter womöglich mit Reis, und auch mit Hilfe eines Agenten in Zürich, dem er 28 Zentner Kupfer von schlechter Qualität zu einem reduzierten Preis verkaufte.

Das Digitalisat des Korrespondenzbuches in pdf-Form ist unten beim Eintrag dieser Archivalie zu finden.
Archiv: Oberengadin
Signatur: 3.8.2026
ID Nummer: ID-4231405
Provenienz: Erben von Martina Claglüna-Viletta, Guarda
Eingangsdatum: 3. August 2026
Besitzverhältnis: Schenkung
 
Urheber: NN
Entstehungsdatum: 1747 bis 1770
Handlungsort: Augsburg, Bondo, Frankfurt am Main, Lindau, Zürich, Zuoz
Arten: Briefe, Manuskripte
Themen: Geschichte, Landwirtschaft, Handel
Standort: UG1, RR_D2

Bestand dieser Archivalie:

3.8.2026