Erinnerungen an unsere zweite Hochzeitsreise 1900
Erinnerungen an unsere zweite Hochzeitsreise 1900
• Schwester Frida
• Zoll in Basel
• Elsass-Lothringen
• Mülhausen
• sie sind "einjährige Eheleute"
• Mann als Banquier sucht "Salomonsöhne" für Geschäfte auf
• Frau besucht "eine meiner Kochschwestern aus dem Heinrichsbad"
• Strassburg
• Zugfahrt um Mitternacht weiter nach Köln
• Bruder der Frau, der "Bürglimann" (anderswo auch "Heinima" genannt), begrüßt sie in Köln
• Einchecken im Domhotel erst zwei Stunden später möglich
• Bruder und Schwester gehen in den Zoo, Mann hat wieder Geschäfte mit "Ismael Stern" oder "Jakob Levi"
• Bruder fährt abends heim zu Frau und zwei Kindern, eins davon wird am Tag danach getauft
• am nächsten Tag Weiterfahrt mit dem Zug über Namur in Belgien nach Paris Nordbahnhof.
• Das gebuchte Quartier ist den Droschkenkutschern zu abgelegen, es liegt im Quartier Latin, nahe dem Pantheon.
• 22.500 Bürgermeister sind wegen der Weltausstellung in der Stadt.
• Zwei Tage lang amüsieren sie sich in Paris ausschließlich auf den großen Boulevards
• Sie ist entsetzt über Armut und Ungleichheit, ergibt sich dann aber in Gott und das Gebet „dein Reich komme“
• Sie verbringen dann „ganze Tage“ auf dem Champ de Mars bei der Weltausstellung und haben keine Zeit für andere Sehenswürdigkeiten der Stadt
• Der Pavillon von Orell Füssli wird besonders gelobt, er hat einen „Grand Prix“ erworben
• Auf dem Trocadero gibt es eine „Völkerschau“ der auswärtigen Kolonien Frankreichs; das „Fräuli“ wagt sich in die schmutzigen, kleinen Hütten, das „Mannli“ bleibt aus Angst vor Parasiten draußen
• Es werden auch Reisepläne für die dritte und vierte Hochzeitsreise geschmiedet, die Autorin bittet aber die „lieben Mütter“ (die das lesen), sich diesbezüglich nicht zu ängstigen, es sei dafür noch zu früh
• Mit ihrer „kleinsten Cousine“ Marty Wild, die im Moment bei Freunden in Paris weilt, besuchen sie ein Theater mit Sarah Bernhard
• Die Autorin bezeichnet sich in diesem Zusammenhang als „dummes Namensschwesterchen aus dem Schweizerstädtchen“, also war ihr Vorname wohl Sarah?
• Nach 14 Tagen verlassen sie Paris reich an Eindrücken, arm am Geldbeutel
• Sie reisen von der Gare d’Orleans nach Bordeaux weiter
• Im Hotel, das voller Weinreisender ist, bekommen sie das letzte freie Zimmer
• Am Landungsplatz sehen sie anderntags ein Schiff, das Auswanderer zum Atlantikhafen bringt, wo die Fahrt nach Südamerika weitergeht, laut der Autorin eine „tragische Scene“ mit viel Weinen und Schluchzen
• Der Ehemann interessiert sich wenig für „Altertümer“, lieber geht man ins Restaurant „Le Chapon fin“
• Am Abend um 18 Uhr geht es weiter nach Biarritz, Ankunft dort um 23 Uhr am Bahnhof „la Negresse“
• Wieder bekommen sie das letzte freie Zimmer im Hotel
• Am nächsten Tag geht es an den Strand zum Baden
• Sie bleiben zehn Tage in Biarritz und gehen dort u.a. ins Kasino, das „Fraueli“ fühlt sich wie im Feenmärchen
• Die Aussicht von Biarritz geht nach Spanien, also beschließen sie spontan, dorthin einen Abstecher zu machen
• Sie kommen am elften Tag zum Grenzdorf Hendaye, dort setzen sie mit einem Schiffer über den Meeresarm nach Spanien über
• Sie landen in Fuanterabbia
• Die Frau ist froh, dass in der Arena gerade kein Stierkampf ist
• Mit einem weiteren Boot geht es nach Irun, wo es eine Eisenbahnstation gibt
• Die Frau ist blond und hat helle Augen, was Bewunderung bei einem schönen jungen Spanier hervorruft
• In Irun nehmen sie den Zug nach San Sebastian
• Dort wird ihr Mietwagen von einem Viergespann überholt, in welchem der junge spanische König sitzt
• Die Übungen auf dem spanischen Exerzierplatz erinnern die Frau an die Bleisoldaten Franz C. Webers
• Danach geht es wieder zurück nach Biarritz
• Am 17. Oktober heiratet die Schwester Rosy der Frau, bis dahin müssen die reisenden Eheleute wieder zurück in der Schweiz sein
• Von Biarritz geht es nach Pau am Fuße der Pyrenäen, der gehen Mann und Frau getrennte Wege (der Mann macht eine kurze Tour in den Pyrenäen, die Frau erholt sich in einem Kasino bei Tee und Menschenbeobachtung)
• Sie treffen sich in Lourdes wieder
• Der Aberglaube der Katholiken und die Geldgier der Wallfahrtsstätte befremden und betrüben die protestantischen Reisenden
• Am nächsten Tag fahren sie weiter nach Toulon, von dort nach Cette, wo sie eigentlich zum Baden bleiben wollten, aber es regnete in Strömen, weswegen sie es vorzogen, direkt nach Lyon weiterzureisen
• Sie erreichen Lyon um zwei Uhr morgens und finden ein Hotel an der Rue de la République
• Der Mann frischt in Lyon Jugenderinnerungen auf, er hat „früher mehrere Jahre in der dortigen Seidenbranche zugebracht“
• Abends um 20 Uhr fahren sie weiter nach Macon
• Sie suchen Herrn Jules Fisch in Pont-de-Veyle
• Der Ehemann heißt Alfred, er hält den Wagen von Jules Fisch auf, der ein ihm bis dato unbekannter Vetter ist
• Mit Jules Fisch fahren sie nach Aumusse, wo er ein Gut hat und seine Frau Lucie ihn erwartet
• Von dem Anwesen geht es wieder zurück in die Schweiz: um ein Uhr morgens gelangen sie in Genf an
• Von dort geht es weiter nach Nyon, doch nicht mit dem Zug (den verpassen sie), sondern mit dem Boot auf dem Lemans
• Sie werden in Nyon vom Vetter Alphonse Baup abgeholt und zu Tante Julie gebracht
• Der Besuch bei der Verwandtschaft in Nyon ist nur kurz, es geht schon bald weiter zurück nach Zürich, wo die zweite Hochzeitsreise glücklich endet
| Archiv: |
Oberengadin |
| Signatur: |
17.10.2025 |
| ID Nummer: |
ID-4227570 |
| Provenienz: |
Sammlung Kleiner |
| Eingangsdatum: |
26. August 2022 |
| Besitzverhältnis: |
Schenkung |
| |
| Urheber: |
Schuppisser-Wild, Sara; Schuppisser, Alfred |
| Entstehungsdatum: |
1901 |
| Veröffentlichungsort: |
Art. Institut Orell Füssli |
| Arten: |
Tagebücher |
| Themen: |
Biografie, Personen, Reise, Reisebericht, Tourismus |
| Anzahl: |
1 |
| Masse: |
82 Seiten |
| Standort: |
OG2, Bibliothek
(Reiseführer, 24)
|